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Ein Ort: Alcalá de Henares, die Stadt von Cervantes die zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Ein Stück Natur: der Parque de Guadarrama, und dort besonders la Pedriza, mit ihren eigentümlichen Felsformationen.
Ein unbekanntes Fleckchen Erde: Puebla de la Sierra, ein kleines und verlorenes Dörfchen im nordöstlichen Teil der Provinz.
Ein Stück Geschichte: im März 18088 wurde die Stadt von den napoleonischen Truppen belagert, aber am 2. Mai erhob sich die Bevölkerung der Stadt gegen ihre Invasoren. Ein historisches Ereignis, das Goya in seinem Werk "Die Erschießung der Aufständischen" festgehalten hat.
Eine Postkarte: die Buche von Montejo im Herbst, eine wahre Farbexplosion von Hellgelb bis Tiefrot.
Eine Farbe: das intensive Blau mit rötlichen Abstufungen, in denen sich der Himmel Madrids besonders im Herbst und bei Sonnenuntergang präsentiert. Dieser Himmel, den Velazquez so herrlich in seinen Bildern verewigt hat, war auch der Auslöser für den berühmten Spruch "von Madrid aus in den Himmel".
Eine Tradition: der "Madridismo": Tapas in der Altstadt, der Musik der Straßenorgeln, oder eine gemütliche Rast in einem der Stände des El Retiro.
Eine Fiesta: der 15. Mai, an der die Stadt Madrid ihrem Schutzheiligen, San Isidro, die Ehre erweist. Eine herrliche Gelegenheit, die Feste Madrids zu genießen.
Eine Route: das so genannte "Kunst-Dreieck": Ein Rundgang vom Museo del Prado über das Thyssen-Museum, bis hin zum Museum Reina Sofia.
Ein Gericht: der berühmte Cocido Madrileño, ein reichhaltiger Eintopf, der in jedem Restaurant serviert wird, das sich der Gastronomie dieser Provinz verschrieben hat.
Ein Mitbringsel: Knoblauch und Anis aus Chinchón. Diese Ortschaft im Süden bietet nicht nur eine herrlich interessante Altstadt. Sie hat sich auch die Herstellung und den Vertrieb zwei ihrer typischen Produkte bewahrt: den Anis, und die herrlichen Knoblauchzehen, die um das Dorf herum angebaut werden. Nicht umsonst wird hier jedes Jahr extra ein Fest zu Ehren dieses Zwiebelgewächses abgehalten.
Ein Ausflug: die so genannte "Erdbeerbahn" fährt vom Bahnhof Atocha aus nach Aranjuez (nur im Frühjahr-Sommer). Dieser alte traditionelle Zug führt Sie direkt in die Hauptstadt dieser Köstlichkeit. Und so kann man gleich auch den Palast besichtigen, der sich in dieser Stadt im Süden Madrids befindet.
Ein Tier: wenn man wählen müsste, dann darf man leider nicht vom Bär reden, obwohl dieser große und tolpatschige Geselle sich immer noch im Wappen der Stadt Madrid wieder findet, und an einem Erdbeerbaum an der Puerta del Sol knabbert. Denn schon seit vielen Jahren gibt es keine Bären mehr in der Provinz Madrid.
Man muss also auf den Storch ausweichen, und insbesondere auf die von Alcalá de Henares, eine Gemeinde, in denen man auch heute noch viele Storchennester bewundern kann.
Eine Gewohnheit: am Wochenende die Stadt fluchtartig verlassen, und, sei es nur für wenige Stunden, doch die Sierra und ihre herrlichen Naturschätze bewundern. Das machen so gut wie alle "Söhne der Nachbarn", und fördert mit Sicherheit die geistige Gesundheit der Bewohner einer Riesenstadt wie Madrid es ist.
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